Theo´s Tipp im September 2018

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Liebe Gartenfreunde,

Der September ist Haupterntezeit im Obstgarten – endlich können die eigenen Äpfel direkt vom Baum genossen werden. Auch Wildfrüchte wie Holunder oder Hagebutte werden nun reif und sorgen für viel Aroma in der Küche. Ich halte viel vom Holunder in der Hausmedizin. Ihm werden Heilkräfte bei Erkältungen zugeschrieben. So pflücke ich Holunder und erhitze die Dolden im Entsafter. Den heißen Saft fülle ich in mit kochendem Wasser sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss bis zum Rand. Vorsicht, nicht verbrennen. Man kann aus Holunder auch einen guten Aufgesetzten machen. Ich nehme hierfür am liebsten Gin, weil dieser ein gutes Kräuteraroma hat. Die in vielen Rezepten empfohlene Vanillestange mag ich nicht so gerne, weil diese das Fruchtaroma überdeckt.

Sommerblumen auf Balkon und Terrasse haben in der Sommerhitze vielleicht kleinere Blühpausen eingelegt, wenn sie jedoch auch während dieser Zeit gut gepflegt wurden, starten sie jetzt nochmal richtig durch. Geranien, Petunien oder Begonien regelmäßig düngen und verblühte, welke oder kranke Pflanzenteile sorgfältig ausschneiden. So halten farbenfrohe Sommerblüten noch bis in den Herbst hinein. Auch an meinen Rosen entferne ich regelmäßig verblühte Blüten.

Auch im Gemüsegarten wird noch geerntet und die Ernte verarbeitet.

Ich habe ein kleines Gartentagebuch. Dort schreibe ich meine Erträge in kg und Erfahrungen mit den verschieden Sorten hinein. Das erleichtert Planung und Sortenwahl fürs nächste Jahr. Sorten, die krankheitsanfällig oder schwer zu pflegen sind, lasse ich in der nächsten Saison weg und pflanze andere dafür.

Um lange etwas von der Apfelernte zu haben, unbedingt den richtigen Erntezeitpunkt wählen. Äpfel, die zu früh gepflückt werden, büßen beim Geschmack ein. Zu spät geerntete Früchte lassen sich meist nicht so lang lagern, weil sie schneller weich werden. Profis bestimmen den passenden Termin deshalb mit einem Jod-Stärke-Test. Dazu sogenannte Lugol'sche Lösung auf einen durchgeschnittenen Apfel geben und anhand der Färbung der Schnittfläche den Reifegrad des Apfels erkennen. Ansonsten lässt die Reife auch durch einen kräftigen Biss in den Apfel feststellen. Reife Äpfel vorsichtig pflücken und nur unbeschädigte Früchte ohne Druckstellen einlagern. Den Lagerplatz regelmäßig auf Pilzbefall und Fäulnis kontrollieren.

In diesem Jahr werde ich in die Apfelweinproduktion einsteigen. Die Presse und die Obstmühle habe ich schon. Es fehlen mir noch ein Gärbehälter und Gärverschluß, sowie die Hefe zum Start. Ich werde Euch von meinen Erfahrungen berichten und hoffe, dass ich im Spätherbst mit einer guten Theos Apfelweinflasche meinen Garten genießen kann und ich diesen nicht mit Theos Schädelbräu etikettieren muss.

Euer Theo

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